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Bevölkerungs-<br>vorausschätzungen 2004-2050150x145.jpgBevölkerungsvorausschätzungen - Europa im Jahr 2050


Gemäß Eurostat-Schätzungen wird die EU-Bevölkerung in den nächsten 15 Jahren auf etwa 470 Mio. Menschen anwachsen. Der Anstieg wird vor allem auf Einwanderung zurückzuführen sein. Ab 2025 dürfte die Bevölkerungsentwicklung rückläufig sein.

Mit den Vorhersagen ist es eine schwierige Angelegenheit. Normalerweise erweisen sich bereits diejenigen für das folgende Jahr als fehlerhaft. Dies hinderte die europäische Statistikbehörde Eurostat nicht daran, sogar eine Prognose für die nächsten 45 Jahre abzugeben. Bescheiden weisen die Zahlenkünstler jedoch darauf hin, dass die Ergebnisse "aufgrund der Länge der Vorausschätzungsperiode" mit Vorsicht zu genießen seien.

Demnach dürfte die Europäische Union in ihrer jetzigen aus 25 Ländern bestehenden Zusammensetzung im Jahr 2050 rund 450 Millionen Einwohner und damit 7 Millionen Menschen weniger als heute zählen.Bis dahin herrscht jedoch noch viel demografische Bewegung. So soll es mit der Bevölkerungszahl in den nächsten 15 Jahren ausschließlich bergauf gehen. Der Höhepunkt dürfte gemäß den EU-Statistikern das Jahr 2025 sein, wenn die EU eine Bevölkerungszahl von 470 Millionen erreicht haben könnte.Die Zunahme wird jedoch weniger auf natürliches Wachstum als vielmehr auf einen positiven Einwanderungssaldo zurückzuführen sein, weil erwartet wird, dass ab dem Jahr 2010 die Sterberate kontinuierlich über der Geburtenrate liegen wird.

Wendejahr 2025

Die Auswirkungen der Nettozuwanderung werden den natürlichen Bevölkerungsrückgang nach 2025 nicht mehr überwiegen, sodass eine allmähliche Abnahme der Bevölkerungszahl einsetzen wird. 2050 wird die Bevölkerungszahl bei 450 Millionen und somit um mehr als 20 Millionen niedriger als 2025 liegen. Über den gesamten Vorausschätzungszeitraum hinweg wird die Bevölkerungszahl von EU25 um 1,5% abnehmen, bedingt durch einen Anstieg in den 15 alten EU-Ländern um 0,4% und einen Rückgang um 12% für die zehn neuen Mitgliedstaaten.

Der Anteil der Einwohner im erwerbsfähigen Alter (zwischen 15 und 64 Jahren) an der Gesamtbevölkerung dürfte in der EU25 stark zurückgehen, und zwar von 67% im Jahr 2004 auf 57% im Jahr 2050, was einem Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter um 52 Millionen Menschen entspricht. Der Anteil der Bevölkerung zwischen 0 und 14 Jahren wird von 16% im Jahr 2004 auf 13% im Jahr 2050 ebenfalls sinken, während der Anteil der älteren Menschen (65 Jahre und älter) sich in diesem Zeitraum von 16% im Jahr 2004 auf gut 30% im Jahr 2050 fast verdoppeln dürfte.

Immer weniger Balten

Im Jahr 2004 war die Bevölkerung bereits in sieben Mitgliedstaaten als rückläufig geschätzt (Tschechische Republik, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Polen und Slowakei). Bis 2025 wird die Bevölkerungszahl in weiteren sechs Mitgliedstaaten zurückgehen: In Italien (ab 2013), Deutschland und Slowenien (jeweils ab 2014), Portugal (2018), Griechenland (2020) und Spanien (2022). Bis 2050 dürften zwanzig Mitgliedstaaten einen Rückgang ihrer Bevölkerungszahlen verzeichnen, nämlich die dreizehn oben genannten sowie Finnland (ab 2028), Österreich (2029), Dänemark (2032), die Niederlande (2036), Belgien (2037), das Vereinigte Königreich (2040) und Frankreich (2042). Einen Bevölkerungszuwachs werden weiterhin Irland, Zypern, Luxemburg, Malta und Schweden zu verzeichnen haben.

Zwischen 2004 und 2050 dürften die stärksten Rückgänge vermutlich in den meisten neuen Mitgliedstaaten zu beobachten sein: Lettland (-19%), Estland (-17%), Litauen (-16%), Tschechische Republik (-12%), Ungarn und Slowakei (jeweils -12%) sowie Polen (-12%). Im gesamten Zeitraum werden die stärksten Zuwächse in Luxemburg (+42%), Irland (+36%), Zypern (+34%) und Malta (+27%) zu beobachten sein.

Altes Deutschland

In absoluten Zahlen wird der stärkste Bevölkerungsrückgang in Deutschland (-8 Millionen) erwartet, gefolgt von Italien (-5 Millionen) und Polen (-4,5 Millionen), während mit den stärksten Anstiegen in Frankreich (+6 Millionen), dem Vereinigten Königreich (+5 Millionen) und Irland (+1,5 Millionen) gerechnet wird.

Allenthalben ansteigen dürfte hingegen der Bevölkerungsanteil der über 80jährigen.

Der Anteil dieser sehr alten Menschen dürfte sich in der EU25 vermutlich von 4% im Jahr 2004 auf 11% im Jahr 2050 nahezu verdreifachen, wobei die höchsten Anteile in Italien (14%), Deutschland (14%) und Spanien (13%) erwartet werden.

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