Makeurope
.home .dossiers
IT | FR | UK
lifestyle
Der moderne Kunstarbeiter
PhotoMike Smith ist der Mann hinter den "Young British Artists"
 
lifestyle
Franzosen lieben "Ehe light"
PhotoEingetragene Partnerschaften "Pacs" auch unter Heterosexuellen beliebt
screwdriver.jpgEuropas Erwerbstätige


Die Erwerbstätigenquote sagt mehr über den Arbeitsmarkt eines Landes aus als die Arbeitslosenzahlen. Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass Geldverdienen in einigen Ländern immer noch überwiegend Männersache ist.

Gemäß neuesten von der europäischen Statistikbehörde Eurostat veröffentlichten Zahlen waren in der EU im Jahr 2005 fast 198 Mio. Menschen erwerbstätig. Dies entspricht einer Quote von 63,8 Prozent der Gesamtbevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren. Dies bedeutet gegenüber den 63,3 Prozent des Vorjahres einen leichten Anstieg der Beschäftigtenzahlen. Deutschland liegt mit einer Erwerbstätigenquote von 65 Prozent knapp über dem EU-Durchschnitt.

Die Zahlen im Überblick

Am meisten Menschen arbeiten in Dänemark (76%), den Niederlanden (73%) sowie Schweden und Großbritannien (beide 72%). Die niedrigsten Quoten verbuchten hingegen Polen (53%), Malta (54%), Ungarn (57%) sowie Italien und die Slowakei (beide 58%).

Nord-Süd-Gefälle bei Frauenerwerbstätigkeit

Die Erwerbstätigenquote sagt häufig mehr über den Arbeitsmarkt eines Landes aus als die Arbeitslosenzahlen. Hohe Erwerbstätigenquoten gehen meist mit niedriger Arbeitslosigkeit einher. Eine niedrige Arbeitslosenquote bedeutet aber nicht unbedingt, dass große Teile der Bevölkerung auch arbeiten.

Luxemburg zum Beispiel, das Land, das zusammen mit Österreich die europaweit geringste Arbeitslosigkeit aufweist, findet sich bei der Erwerbstätigenquote nur im Mittelfeld wieder.

Dies liegt daran, dass in Luxemburg nur jede zweite Frau berufstätig ist, während beispielsweise in Schweden und Dänemark die Frauen-Erwerbstätigkeitsquote bei über 70 Prozent liegt.

Nur jede dritte Malteserin ist berufstätig

Der Blick auf die Geschlechter ist es letztendlich, der die Statistiken zur Erwerbstätigkeit so interessant macht. Betrachtet man die Erwerbstätigkeit der Frauen getrennt, so verzeichnen Dänemark (72%) und Schweden (71%) die höchsten, Malta (34%), Italien (45%), Griechenland (jeweils 46%) und Polen die niedrigsten Quoten.

Die Zahlen im Überblick

In Malta war der Abstand zwischen der Quote der männlichen und der der weiblichen Erwerbstätigen mit 40 Prozentpunkten am größten, es folgten Griechenland mit knapp 30 Prozentpunkten sowie Spanien und Italien mit jeweils rund 25 Prozentpunkten Differenz.

Die geringsten Unterschiede wurden in Schweden und Finnland (beide 4%) sowie Estland (5%) festgestellt.

(12.09.2006)

Weitere Artikel
Job-Angebote (Stand: 27.02.2007)
Stellen in europäischen Institutionen und Verbänden
Europa in Zahlen
Statistik kompakt