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"Recht auf Wissen"150x145.jpg"Recht auf Wissen"


Im Europäischen Schadstoffemissionsregister (EPER) sind detaillierte Informationen über die Ausstöße von gut 10.000 Großindustrieanlagen in der EU und Norwegen öffentlich zugänglich. Dieser Service soll in Zukunft noch besser werden.

Als sie im Februar 2004 die Website des Registers über industrielle Umweltverschmutzung (EPER) vorstellte, war sich die damalige schwedische EU-Umweltkommissarin Margot Wallström sicher, dass Europas Bürger ihr "Recht auf Wissen" auch in Anspruch nehmen würden. Sie sollte Recht behalten. Wie der neue EU-Umweltkommissar Stavros Dimas in dieser Woche, gut anderthalb Jahre nach dem Start der Initiative, bekannt gibt, wurde die Internetseite in ihrem ersten Jahr mehr als 230 000 Mal besucht.

Für eine sehr spezifische, nicht kommerzielle Seite kann eine solche Zahl durchaus als Erfolg gewertet werden. Daher soll das Web-Angebot in Zukunft auch ausgeweitet werden.

Auch Daten über Verkehr, Schifffahrt und Landwirtschaft

Während das derzeitige EPER 50 Stoffe erfasst, die durch 56 industrielle Tätigkeiten in Luft und Wasser gelangen, sollen zukünftig mehr als 91 Stoffe aus 65 Industrietätigkeiten registriert und auf ihre Auswirkungen für Mensch und Umwelt geprüft werden. Die Ausweitung geht auch mit einer Namensänderung einher. EPER soll dann PRTR heißen. Dies steht für "Europäisches Register zur Erfassung der Freisetzung und Übertragung von Schadstoffen". Im Jahr 2007 soll PRTR gemäß der Kommission seinen ersten Bericht abgeben. Es wird auch Informationen darüber sammeln, was Industrieanlagen mit ihren Abfällen und ihrem Abwasser tun.

Das Berichtsintervall soll dann nur noch ein Jahr statt drei Jahre betragen. Außerdem soll das europäische PRTR auch Daten über Verschmutzung aus diffusen Quellen wie Straßen- und Luftverkehr, Schifffahrt und Landwirtschaft erfassen. Die Kommission gibt zudem bekannt, dass die Nutzer eingeladen sind, aktiv an der Weiterentwicklung des Registers mitzuwirken.
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