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Ökodesign-Waschmaschinen leben länger150x145.jpgÖkodesign-Waschmaschinen leben länger


Am Mittwoch machte das EU-Parlament den Weg für die Einführung der sog. Ökodesign-Richtlinie frei. Die neue Regelung verfolgt das Ziel, die Umweltverträglichkeit von Produkten während ihres gesamten "Lebenszyklus" zu verbessern.

Ökodesign besagt, dass ökologische Aspekte systematisch im frühesten Stadium der Produktgestaltung einbezogen werden.

Ein Beispiel für die Anwendung der Richtlinie wäre die Herstellung, der Gebrauch und die Entsorgung von Waschmaschinen. Wichtige Aspekte in diesem Fall wären der Energie-, Wasser- und Waschmittelverbrauch, die Geräuschentwicklung und die Verwertbarkeit, wenn die Waschmaschine irgendwann einmal das Ende ihres Lebenszyklus erreicht hat.

Zudem müsste eine Ökodesign-Analyse gemäß einer Pressemitteilung der EU-Kommission auch einen "Transfer negativer Auswirkungen" vermeiden. Das heißt, dass beispielsweise die Verwendung bestimmter Stoffe im Waschmittel nicht zu einem höheren Energie- oder Wasserverbrauch führen möge.

Richtlinie gilt nicht für Autos

Nach dem Erlass der Richtlinie kann die EU-Kommission, wenn die Industrie keine tauglichen Selbstregulierungsinitiativen ergreift, spezifische Ökodesign-Anforderungen festlegen. Solche Anforderungen werden dann für alle Produkte, die in der EU in den Verkehr gebracht werden, rechtlich verbindlich, unabhängig davon, wo sie hergestellt wurden.

Die Richtlinie hat für jedes energiebetriebene Produkt außer Fahrzeugen Gültigkeit. Es wird jedoch keine Vorschriften für sämtliche energiebetriebenen Produkte geben, sondern nur für jene, die bestimmte Kriterien erfüllen, wie zum Beispiel bezüglich ihrer Auswirkungen auf die Umwelt, des Handelsvolumens und ihres Verbesserungspotentials.

Die Vorschriften sollen somit für jene Produkte gelten, bei denen die Marktkräfte nicht ausreichen, auf dem Gebiet der Umweltverträglichkeit Fortschritte zu erzielen.Die Richtlinie muss von den einzelnen Mitgliedstaaten innerhalb zweier Jahre in nationales Recht umgesetzt werden.

Carsten Wollenweber (13.04.2005)
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